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Geschichte

J. 1880

Anton Zippe, der Sohn des Besitzers des Gasthofes „Zum Schloss“ in Krombach lässt eine erste, gemütliche Bergbaude errichten, die sich direkt an das Felsmassiv der Johannissteine schmiegt. Auf dem angrenzenden Felsengipfel wurde anschließend ein Steinturm errichtet, auf dem am Johannistag am 28. Juni 1881 feierlich eine Aussichtsplattform eröffnet wurde.

 

J. 1900

Am 1. April 1900 erwirbt Otto Vogt von Bürghartshain den Johannisstein. Er lässt hier ein Gästezimmer anbauen, später stockt er das Gebäude um ein Stockwerk auf und erweitert die Veranda um den charakteristischen Erkerturm.

 

J. 1905

Friedrich Wagner übernimmt die Verwaltung des Gasthofs. Aufgrund des großen Aufschwungs des Wanderbetriebs bleibt der Johannisstein auch im Winter geöffnet. 1912 erfährt die Küche eine umfangreiche Sanierung, hinter ihr werden zudem Privatzimmer angebaut. In diesem Zustand erlebt Johannisstein den 1. Weltkrieg. Im Jahre 1915 stirbt Herr Wagner, das Geschäft übernimmt seine Frau, die jedoch 1918 ebenfalls das Zeitliche segnet. Ihr einziger Sohn fällt im Krieg und die Erben Goldberg und Liebelt schließen den Johannisstein.

 

J. 1919

Am 13. März 1919 erwirbt Ewald Schönfelder aus Olbersdorf den Johannisstein im Rahmen einer Zwangsversteigerung. Nun beginnt die größte Blütezeit des Gasthofes, er wird großzügig umgebaut und erhält eine für jene Zeit sehr moderne Einrichtung. Während der Inflation in Deutschland wird er wiederum geschlossen. Deshalb lässt der Inhaber im Jahre 1922 auf dem benachbarten deutschen Grundstück die „Sächsische Baude“ errichten, um den Besuchern aus Deutschland Zugang zu verschaffen. Den letzten großzügigen Umbau realisiert Schönfelder im Jahre 1929.

 

J. 1945

Die mit dem 2. Weltkrieg und der anschließenden Vertreibung der deutschen Einwohner verbundenen tragischen Ereignisse sind ein schwerer Schlag für den Johannisstein.

 

J. 1959

Am 1. Januar 1959 überlassen die tschechischen Behörden das ehemalige Hotel der „Jugend der DDR“, anschließend wird es als Jugendherberge „Julius Fučík“ betrieben, und dies bis zum „Prager Frühling“ von 1968.

 

J. 1970

Nun wird das Objekt zum Erholungsheim des Volksbetriebs „Silnice Teplice“, es wird allerdings nie als solches betrieben. Der Johannisstein verfällt zusehends.

 

J. 2001

Familie Kudrna kauft das baufällige Gebäude als abrissreife Ruine und haucht dem Haus und seiner Umgebung neues Leben ein.